...USB?
USB steht für Universal Serial Bus und bezeichnet einen branchenübergreifenden Standard zur Datenübertragung und Stromversorgung. Die meisten modernen Geräte verfügen über einen USB-Anschluss, um möglichst unkompliziert die maximale Konnektivität zu erreichen. Dazu gehören z.B. Tastaturen, Drucker, Smartphones, externe Festplatten und Docking-Stationen, eben alles, was einfach und flexibel miteinander verbunden werden soll. In der Regel ist auch das an- und abstecken im laufenden Betrieb möglich, um eine neue Maus anzuschließen muss daher nicht der PC heruntergefahren werden.
Wichtig zu beachten ist jedoch, dass USB nicht gleich USB ist.
Verschiedene USB
Grundsätzlich wird beim Thema USB in 2 Kategorien unterschieden: USB-Version und USB-Steckertyp.
- USB-Version: z.B. USB 2.0 oder USB 3.2; hierdurch wird u.a. die mögliche Datenrate bestimmt.
- USB-Steckertyp: z.B. Micro-USB oder USB-C; hierdurch wird die Steckerform und somit die Anschlussmöglichkeit bestimmt.
Für eine möglichst effiziente Kabelwahl müssen daher einerseits die Anforderungen an die Datenübertragung definiert sein, andererseits auch unbedingt die Steckertypen beachtet werden. Ein USB-C-Stecker garantiert trotz seines recht jungen Alters keine hohe Datenübertragungsrate, sondern lediglich die Anschlussmöglichkeit.
Welche USB-Versionen gibt es?
Die wichtigen Entwicklungsstufen, die auch teilweise noch verbreitet sind, sind folgende:
- USB 1.0 - bis zu 12 Mbit/s
- USB 2.0 - bis zu 480 Mbit/s (+3.900%)
- USB 3.0 - bis zu 5 Gbit/s (+941%)
- USB 3.1 - bis zu 10 Gbit/s (+100%)
- USB 3.2 - bis zu 20 Gbit/s (+100%)
- USB4 - bis zu 40 Gbit/s (+100%)
- USB4 v2 - bis zu 80 Gbit/s (+100%; +666.566% zu USB 1.0)
Dabei wird die tatsächliche Geschwindigkeit jedoch immer durch die älteste Technologie in der Leitung begrenzt.
Welche USB-Steckertypen gibt es?
Verbreitete USB-Stecker sind vor allem:
- USB-A - der übliche, rechteckige Stecker. Bekannt aus Computern und anderen älteren Geräten.
- USB-B - quadratisch und vor allem für Bürogeräte wie Drucker und Scanner.
- USB-C - der aktuelle Standard, abgerundet und beidseitig einsteckbar.
- Mini-USB - hauptsächlich bei älteren Mobilgeräten wie Kameras und MP3-Playern.
- Micro-USB - lange der Standard bei Smartphones und anderen Kleingeräten
Was ist das Besondere an USB-C?
USB-C kann mehrere zuvor getrennte Anschlüsse ersetzen. Ein einziges Kabel kann ein Notebook laden, Daten übertragen und gleichzeitig ein Bildsignal an einen Monitor liefern. Dadurch werden kompakte Geräte und aufgeräumte Arbeitsplätze möglich. Die einheitliche Form hat allerdings eine Schattenseite: Von außen sehen viele USB-C-Kabel gleich aus, technisch können sie sich stark unterscheiden. Manche Kabel übertragen nur USB-2.0-Daten, andere unterstützen hohe Datenraten, Bildausgabe oder große Ladeleistungen. Bei der Beschaffung sollten Unternehmen deshalb nicht nur auf „USB-C“ achten, sondern mindestens folgende Punkte prüfen:
- benötigte Datenrate
- maximale Ladeleistung in Watt
- Unterstützung von USB Power Delivery
- erforderliche Bildübertragung
- Zertifizierung und Kennzeichnung des Kabels
Zertifizierte USB-C-Kabel sollen nach den Vorgaben des USB-IF ihre Leistungsfähigkeit kennzeichnen, beispielsweise mit 60 oder 240 Watt und gegebenenfalls der unterstützten Datenrate.
Wo steht USB heute?
USB-C hat sich zum wichtigsten kabelgebundenen Universalanschluss für mobile Geräte und moderne Arbeitsplatztechnik entwickelt. In der Europäischen Union ist USB-C seit dem 28. Dezember 2024 für viele neu in Verkehr gebrachte, kabelgebunden aufladbare Geräte vorgeschrieben. Dazu gehören unter anderem Smartphones, Tablets, Digitalkameras, Kopfhörer, Tastaturen und Mäuse. Seit dem 28. April 2026 gelten die Anforderungen auch für Laptops. Bereits vorhandene Geräte oder Kabel müssen deshalb nicht entsorgt werden. Für Unternehmen erleichtert die Vereinheitlichung die Ausstattung von Arbeitsplätzen und Besprechungsräumen. Weniger unterschiedliche Netzteile und Adapter bedeuten einfachere Lagerhaltung und weniger Fehlerquellen. Vollständig einheitlich ist USB-C trotzdem noch nicht: Vor dem Kauf bleibt ein Blick auf Datenrate, Ladeleistung und unterstützte Zusatzfunktionen erforderlich.
