Ein kurzer „Wischer“ im Stromnetz – und plötzlich passiert genau das, was niemand braucht: Server bleiben stehen, Datenbanken melden Fehler, ein Switch startet neu und die Telefonanlage braucht erst mal ein paar Minuten, um wieder da zu sein. Im Alltag reden wir oft nur über den großen Stromausfall. In der Praxis sind es aber gerade die kleinen Unterbrechungen, Spannungseinbrüche und Netzstörungen, die IT-Systeme aus dem Tritt bringen.
Offiziell ist die Stromversorgung in Deutschland sehr stabil: 2024 lag die durchschnittliche Unterbrechungsdauer pro Kunde bei ca. 11,7 Minuten im Jahr. Nicht eingerechnet sind dabei jedoch Unterbrechungen, die unter 3min andauern oder auf höhere Gewalt zurückzuführen sind. Die tatsächliche Zahl dürfte also noch etwas höher liegen. Insgesamt wurden in dem Jahr knapp 165.000 individuelle Störungsfälle übermittelt. Für den durchschnittlichen Privatverbraucher ist das also eine gelegentliche Unannehmlichkeit - für Unternehmen, die auf zum Teil hochempfindliche IT angewiesen sind, kann das jedoch finanziell gefährlich sein. Abbrüche im falschen Moment, zum Beispiel bei Zahlungsvorgängen, Datentransfers oder Speicher-/Sicherungsvorgängen, können dramatische Auswirkungen auf Unternehmen haben.
Im schlimmsten Falle können Daten verloren gehen, empfindliche Geräte im IT-Aufbau zerstört werden und die Produktion des Unternehmens zum erliegen kommen. Dadurch können immense Schäden entstehen.
An diesem Punkt kommt die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) ins Spiel. Die USV soll Geräte und Unternehmen vor den Risiken und Problemen einer Versorgungsunterbrechung schützen, indem sie Versorgungsunterbrechungen überbrückt. Je nach gewünschtem Anwendungsbereich gibt es dabei unterschiedliche Typen:
Um ein Konzept für die Einbindung von USV zu erarbeiten, werden verschiedenste Aspekte des IT-Systems berücksichtigt. Dazu zählt natürlich zuerst der Ist-Zustand. Welche Teile des Systems müssen abgesichert werden? Gibt es besonders empfindliche Geräte, die gesondert geschützt werden müssen? Wie viel Last muss die USV verarbeiten können? Es folgen weitere Fragen zur Dimensionierung, dem USV-Typen, dem Gesamtkonzept und der Architektur, sowie auch der Umsetzung und Integration des Systems. Für besonders lange Ausfälle kann eine USV außerdem mit einer Netzersatzanlage (NEA) abgesichert werden, um selbstständig Strom produzieren zu können.
Auch eine Einbindung in bestehende oder neue Monitoring-Systeme kann sinnvoll sein. So können jederzeit automatische Alarme ausgegeben werden und Verantwortliche informieren, sobald es Probleme gibt. Auch die Ausarbeitung von Notfall-Protokollen und Shutdown-Szenarien dürfen auch bei der besten USV nicht zu kurz kommen. Welche Systeme sind fundamental wichtig? Gibt es Systeme oder Geräte, die "geopfert" werden sollen, um die Versorgung von wichtigeren Systemen zu verbessern? Selbstverständlich darf auch eine vernünftige Backup-Struktur nicht fehlen. Wichtig ist außerdem, dass Mitarbeiter geschult werden, wie mit bestimmten Problemen umzugehen ist.
Für alle KMU, die zu einem gewissen Grad auf IT und Strom angewiesen sind, lohnt sich der Gedanke an eine USV und ggf. eine NEA auf jeden Fall. Gerade mit einem Blick auf die aktuellen Entwicklungen in Politik und Wirtschaft sollten sich KMU nicht ausschließlich auf die normale Netzversorgung verlassen, jeder Punkt der Stromversorgung gehört zur besonders gefährdeten kritischen Infrastruktur. Die Analyse, Planung, Umsetzung und Wartung eines USV-Systems sollten jedoch unbedingt in die Hände von Profis gelegt werden. Ohne entsprechende Erfahrung bei der Einrichtung läuft das System Gefahr, im Ernstfall nicht ordnungsgemäß zu funktionieren.
Ihr Unternehmen hat noch keine USV oder ist gewachsen ohne die USV anzupassen? Melden Sie sich gerne bei uns - mit unserer Expertise helfen wir gerne, Ihr Unternehmen vor Stromausfällen zu schützen!